Ein Rückblick auf die WM: Was wir vom Streaming-Verhalten der Fans lernen können

Die Fußball-Weltmeisterschaft ist ein außergewöhnliches Phänomen – ein wirklich globales und gemeinschaftliches Erlebnis, bei dem die Menschen zusammenkommen und sich gemeinsam die Spiele ansehen. Und auch gemeinsam Musik hören.

Auf Spotify konnten wir genau sehen, wie sich das WM-Fieber auf das Hörverhalten unserer Nutzer ausgewirkt hat. Wir haben Streaming-Trends erkannt, die zeigen, wie Hörer mit ihrem Soundtrack zur WM in Echtzeit auf die Entwicklungen des Turniers reagiert haben.

Dabei zeigt sich, dass sich in fast jedem Land eine inoffizielle „Hymne“ durchsetzte – ein Song, der während der gesamten WM immer wieder gehört wurde. Die französische Mannschaft, letztendlich die Gewinner, hielten ihren Siegeswillen mit „I Will Survive“ von Gloria Gaynor aufrecht. Und nachdem sie schließlich den Pokal in der Hand hielten, wurde der Titel im gesamten Land, in jeder Stadt, 5.600 % öfter gestreamt als sonst.

In England war es die Hymne „Three Lions“, die nach dem Sieg von England gegen Kolumbien am 3. Juli auf Spotify eine Rekordzahl an Streams verzeichnete. Und als wir uns den genauen Zeitpunkt dieser Anstiege ansahen, ist uns etwas noch Interessanteres aufgefallen.

Zwischen 15 und 18 Uhr, also genau vor dem Match, stieg die Anzahl der Streams dramatisch an. Als es dann losging, schalteten die England-Fans leiser, um sich auf das Spiel zu konzentrieren. Nach dem Triumph der Mannschaft wurde es dann wieder laut und der Song wurde so oft gestreamt wie noch nie zuvor.

Dieser Trend war überall zu beobachten, ob in Deutschland, Brasilien oder Island (und auch in Frankreich): Der Anstieg vor dem Spiel, der Abfall währenddessen und dann der erneute Anstieg direkt nach Abpfiff.

Was bedeutet das für Marken und Marketer?

Genau diese Art von musikbasierten Insights fließt in Echtzeit in unsere Streaming Intelligence ein und ermöglicht es uns, Zielgruppen anhand ihres Streaming-Verhaltens zu verstehen. Und genau so können wir Faktoren wie Tageszeit und Kontext nutzen. Dadurch, dass wir wissen, wann die Menschen Musik hören (basierend auf Trends und Streaming-Anstiegen) und was sie hören (basierend auf Songs, Genres, Playlist-Titeln und vielem mehr), erreichst du sie im richtigen Moment mit den richtigen Inhalten.