Video, Podcasts und die Zukunft von KI: was wir auf der DMEXCO gelernt haben

Hallo aus Köln!

In diesem Jahr haben wir bei der Messe darüber gesprochen, wie unsere kostenlose Plattform den Hörern dabei hilft, mehr Inhalte zu entdecken, und wie diese Personalisierung sowohl Hörern als auch Marken zugutekommt. Mit insgesamt sechs Vorträgen und einer Reihe von spannenden Ankündigungen – einschließlich einer Vertiefung unserer Zusammenarbeit mit Nielsen durch die Nutzung von Nielsen Brand Effect – war Spotify bei der DMEXCO 2018 so präsent wie noch nie zuvor.

Hier erfahrt ihr, was wir in der letzten Woche in Köln alles erlebt haben.

Der erste Tag begann mit einem Vortrag von Sean Kegelmann, Global Head of Data and Audience Solutions bei Spotify, auf der Experience Stage. Das Panel-Thema lautete „Esthetic Ways of AI“ und Sean befand sich dabei in guter Gesellschaft. Zu den Teilnehmern gehörten Susan Wegner, VP Data Governance, Architecture and Analytics bei der Deutschen Telekom, Florian Dohmann, Gründer/KI-Experte von Birds on Mars, Steven Althaus, Head of Global Marketing & Brand Communications bei Credit Suisse und Jason Romeyko, Worldwide Executive Creative Director bei Serviceplan. Gemeinsam wurde eine lebhafte Diskussion über die Beziehung zwischen KI und Kreativität geführt.

Sean ging in seinem Vortrag darauf ein, wie Spotify mit KI das Musikangebot für seine Hörer personalisiert und jeden Monat die Entdeckung von 10 Milliarden neuen Inhalten auf unserer Plattform ermöglicht. Er hob jedoch auch hervor, dass das maschinelle Lernen zwar wichtig sei, der menschliche Aspekt aber eine ebenso große Rolle spielen würde. Dazu zählen beispielsweise die von Spotify kuratierten Playlists, denen zahlreiche Fans folgen. Sean sagte: „Letzten Endes ist es immer ein Balanceakt, wenn es um die Inhalte geht. KI eröffnet ungeahnte Möglichkeiten, aber der menschliche Faktor wird immer eine wichtige Rolle spielen.“

Florian Dohmann, der das Zusammenspiel von KI und Kunst in den Werken von Roman Lipski behandelte, stimmte dem zu. „Genau wie Spotify bin auch ich der Ansicht, dass die menschlichen und künstlichen Aspekte aufeinander abgestimmt werden müssen.“

Steven Althaus von Credit Suisse sprach hingegen darüber, welches Potenzial KI Marken bietet, um das allgemeine Kundenerlebnis zu verbessern. Er betonte dabei, dass der Nutzer immer an erster Stelle stehen müsse. Athaus meinte: „Heutzutage denken sich die Leute: ,Spotify bietet mir eine so hervorragende Nutzererfahrung. Warum ist das bei anderen Services nicht auch der Fall?‘ Man muss sich immer an dem höchstmöglichen Standard orientieren und versuchen, es genauso gut zu machen.“

Als Nächstes war Sven Bieber, Head of Ad Sales in Deutschland, mit seinem Seminar „Discover Spotify: Wie Marken mit Streaming-Daten kreativ werden“ an der Reihe. Sven hatte die Streaming Intelligence von Spotify zum Thema. Damit sind unsere einzigartigen First-Party-Daten gemeint, mit denen sich die Stimmungen, Denkweisen und Vorlieben unserer Nutzer bestimmen lassen. Er erklärte, wie eine ganze Reihe von Marken, wie zum Beispiel Snickers, SEAT, PlayStation und Douglas, unsere Streaming Intelligence in Kombination mit außergewöhnlichen und kreativen Botschaften im richtigen Kontext genutzt haben.

Zum Abschluss der Präsentation führte Sven dem Publikum unsere Code-Funktionalität vor. Er zeigte den Spotify Code von Niklas Ibach und Giorgia Angiuli, die am selben Abend bei unserer Standparty auflegten. Besucher im Publikum, die einen der Codes mit der Spotify App über ihr Smartphone scannten, gelangten direkt auf das jeweilige Künstlerprofil auf Spotify.

Später am Nachmittag betrat Brian Benedik, VP Global Head of Advertising bei Spotify, die Motion Stage, um über die Themen Entdecken und Streaming zu reden. Brian sprach über die sichere In-App-Umgebung von Spotify und unseren nutzerorientierten Ansatz für Video-Anzeigen auf der Plattform. Darüber hinaus ging er auf unsere hohen Viewability-Raten für MOAT und IAS ein, die weit über den Benchmarks liegen und die Qualität unserer Werbeformate bestätigen.

Brian offenbarte auch sein eigenes Spotify Streaming-Verhalten aus diesem Sommer (aus dem ganz besonders der Titel „Mama Mia“ von ABBA hervorstach), um zu demonstrieren, warum Musik wie ein Spiegel ist: Sie liefert umfangreiche und vielschichtige Daten, aus denen hervorgeht, wie man sich fühlt und was man gerade tut. (Den Bericht der New York Times zu diesem Vortrag findet ihr hier.)

Im Anschluss an Brians Vortrag warteten bereits viele Teilnehmer gespannt auf die Eröffnung des Panels zum Thema „Voice Strategy“ mit Marco Bertozzi, VP of Sales, Europe, bei Spotify. Marco sprach gemeinsam mit Winston Binch, Chief Digital Officer bei Deutsch North America, und Adam Skalak, Global Head of Search bei Nestlé, darüber, wie Marken Sprachtechnologie nutzen können, um ihre Ziele zu erreichen.

Der Moderator Manfred Klause hob die zunehmende Bedeutung von Audio und Connected Devices hervor und erklärte, dass die Sprachsteuerung eine neue Art der Suchfunktion ermöglichen würde. Winston fügte hinzu, dass Marken neue Möglichkeiten entwickeln sollten, mit denen sich Sprache nutzen lässt. Marco gab den Zuhörern jedoch zu bedenken, dass Werbetreibende zwar schnell darin sein mögen, einen „Skill“ oder eine Sprachstrategie zu entwickeln, es im Endeffekt aber immer noch auf den tatsächlichen Nutzen ankommen würde. Er wies darauf hin, dass Smart Speaker in erster Linie zum Musikhören verwendet werden, und erklärte die spannende Möglichkeit für Marken, ihre Zielgruppen dabei über Plattformen wie Spotify anzusprechen. Winston stimmte dem zu: „Mithilfe von Sprache lassen sich viele Probleme lösen. Man sollte jedoch nicht so schnell wie möglich auf einen Skill hinarbeiten, nur um einen vorweisen zu können.“

Das letzte Panel von Spotify wurde von Angela Solk, Head of Agency Partnerships bei Spotify, moderiert. Gemeinsam mit Jocelyn Lee, Head of Media Strategy and Ad Technology bei Deloitte Digital/Heat, Ben Wood, Director of Agencies, EMEA, Facebook und Tim Ringel, Global CEO von Reprise Digital, sprach sie darüber, wie sich traditionelle Agentursilos aufbrechen lassen können.

Bei dem provokanten Panel trafen Vertreter einer Agentur, eines Beratungsunternehmens und eines Partners/Anbieters zusammen, um darüber zu diskutieren, wie der Zusammenbruch der alten Standards im traditionellen Medienbereich die Agenturen dazu zwingt, sich anzupassen. Obwohl alle Panel-Teilnehmer aus unterschiedlichen Bereichen stammten, waren sie sich einig, dass alle Beteiligten zusammenarbeiten müssen, um das zu tun, was für den Kunden am besten ist.

Ben meinte: „Es wird häufig gesagt, dass sich Agenturen und Beratungsgruppen auf einer Art Kollisionskurs befinden würden – aber das sehe ich ganz und gar nicht so. Wenn Marken auf Werbung angewiesen sind, wenden wir uns an Agenturen. Wenn wir uns über die bestmögliche Nutzung von WhatsApp unterhalten möchten, suchen wir Berater auf.“ Jocelyn stimmte dem ebenfalls zu: „Die Agentur oder Geschäftseinheit, die den Kunden am besten dabei helfen kann, durch Daten zu navigieren, wird dem Kunden letzten Endes von größtem Nutzen sein.“ Angela brachte die Diskussion schließlich kurz und knapp auf den Punkt: „Ich glaube, dass wir alle für dieses Panel ausgewählt wurden, weil man dachte, dass unsere Standpunkte völlig unterschiedlich seien. Letztlich sind wir uns jedoch alle darin einig, dass alle eine Rolle übernehmen müssen – Agenturen, Berater, Partner und in-house Teams.“

Danach startete unsere Standparty mit DJs Niklas Ibach und einem Live-Auftritt von Giorgia Angiuli. Nach einem aufregenden Tag mischten wir uns unter die Menge, um Erfahrungen auszutauschen und bei guter Musik und einem kühlen Drink zu entspannen.

Der erste Tag der DMEXCO war vollgepackt mit einer bunten Mischung aus Begegnungen, Panel-Diskussionen und Präsentationen. Am zweiten Tag ging es etwas lockerer weiter. Allerdings nur bis zum großen Highlight des Tages – einem Gespräch zwischen Spotify Managing Director EMEA, Michael Krause, und Moderator, Satiriker, Autor und Host des „Fest & Flauschig“-Podcasts Jan Böhmermann auf der Congress Stage.

In einer lebhaften Unterhaltung sprachen Michael und Jan darüber, wie sich die Medienlandschaft verändert hat. Außerdem wurde über die Entstehung des „Fest & Flauschig“-Podcasts auf Spotify sowie über die anstehende Feier anlässlich der 100. Folge gesprochen.

Als er zum Übergang von den traditionellen hin zu den neuen Medien gefragt wurde, argumentierte Jan, dass die Nachfrage nach TV- und Radioinhalten nicht nachlassen würde, sondern dass diese Inhalte eben nur nicht mehr über die gleichen traditionellen Kanäle bereitgestellt werden würden. Jan nahm aber auch Michael ins Kreuzverhör und bat ihn, zu erklären, inwiefern sich die Datennutzung von Spotify von jener der traditionellen Medien unterscheiden würde. Michael entgegnete dem, dass es Spotify bei der Nutzung der Daten in erster Linie darauf ankäme, das Hörerlebnis persönlicher zu gestalten.

Alles in allem war es eine großartige DMEXCO 2018. Wir hoffen, dass alle Teilnehmer genauso viel Spaß hatten wie wir. Tschüss, bis zum nächsten Jahr!